Hausverkauf: Der richtige Zeitpunkt, der richtige Preis

Kleiner Leitfaden zum Hausverkauf
Viele Dinge wollen beim Verkauf einer Immobilie beachtet werden – so behalten Sie die Übersicht

Teil 1

Wer sich entschließt, seine Eigentumswohnung oder sein Haus zu verkaufen, steht vor einer ganzen Liste von Punkten, die berücksichtigt und gut überlegt sein wollen. Wer meint, den Immobilienverkauf auf die leichte Schulter nehmen zu können, dem können oft erhebliche finanzielle Einbußen oder gar langwierige Rechtsstreitigkeiten entstehen. Mit einer sorgfältigen Planung lassen sich die gröbsten Risiken von vornherein ausschließen. Diese Auflistung soll Ihnen eine erste Orientierung vermitteln.

Der Zeitpunkt – Wann soll ich die Immobilie verkaufen?

Nicht immer haben Hausverkäufer die Möglichkeit, den Zeitpunkt des Hausverkaufs langfristig vorher zu planen. Soweit es jedoch möglich ist, sollten folgende Überlegungen in die Entscheidung mit einfließen.

Neben längerfristigen Schwankungen des Marktwerts einer Immobilie sind beim Verkauf die steuerlichen Aspekte zu berücksichtigen. In Deutschland gelten 10 Jahre als Grenze für sogenannte Spekulationsgeschäfte. Wurde eine Immobilie innerhalb dieses Zeitraums erworben und dann verkauft, wird eine Spekulationssteuer auf den Verkaufserlös des Hauses fällig. Denn dann muss der Verkauf als privates Veräußerungsgeschäft in der Steuererklärung notiert werden und ist einkommensteuerpflichtig. Je nach individuellem Einkommensteuersatz können dann Zahlungen an das Finanzamt von deutlich über 25% fällig werden. Steuerfreiheit genießen allerdings auch Immobilienverkäufer, welche die Immobilie im Jahr des Verkaufs sowie den zwei vorangegangenen Jahren selbst bewohnt haben oder deren unterhaltspflichtige Kinder in dem Eigenheim ihren Wohnsitz hatten. Gleiches gilt bei nicht weitervermieteten Zweit- und Ferienwohnungen. Bereits ein Arbeitszimmer im Haus kann jedoch als Grund genügen, von der Steuer nicht befreit zu werden.

Preisfestlegung

Sind sie sich sicher, dass der richtige Zeitpunkt zum Haus- oder Wohnungsverkauf gekommen ist, dann sollten Sie sich als nächstes darüber klar werden, welchen Preis Sie für das Objekt fordern wollen. Für einen ersten Überschlag können Sie aus lokalen Anzeigen einfach einige Objekte auswählen, die in puncto Größe, Lage, Beschaffenheit und Ausstattung mit Ihrem Eigentum vergleichbar sind. Je mehr passende Anzeigen Sie finden, desto aussagekräftiger wird der ermittelte Preis. Addieren Sie dann die Wohnfläche sämtlicher Objekte sowie deren Preise. Wenn Sie nun den akkumulierten Preis aller Objekte durch die Gesamtfläche teilen, haben Sie einen Näherungswert für den Preis Ihres Objektes pro Quadratmeter. Allerdings sollten Sie beachten, dass viele Anbieter den Ursprungspreis für ihre Immobilie etwas höher ansetzen, damit sie einem Kaufinteressenten noch einen Preisnachlass gewähren können.

Für eine genauere Bestimmung des Preises Ihres Verkaufsobjekts können Sie außerdem einen Gutachter einschalten. Freie Gutachter verlangen dafür in der Regel weniger als Sachverständige der öffentlichen Hand. Auch ein Makler kann helfen. Er kennt die Preise in Ihrer Stadt und ist an einem hochpreisigen Verkauf interessiert, denn nach dem erzielten Gewinn richtet sich seine Provision. Zwar kostet Sie die Inanspruchnahme der Leistungen eines Maklers einen Teil des Verkaufserlöses, dennoch kann die Beauftragung eines professionellen Immobilienunternehmens für Sie von Vorteil sein.

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Lydia Ishikawa Immobilien GmbH

Senior Immobilienmakler,

Lydia Ishikawa immobilien,

Frankfurt

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