Hausverkauf: Mit oder ohne Makler?

Kleiner Leitfaden zum Hausverkauf

Teil 2

Allein verkaufen oder Makler kontaktieren?

Der offensichtliche Vorteil eines Hausverkaufs mittels eines Maklers ist, dass dieser den besten Überblick über den aktuellen Immobilienmarkt vor Ort hat. Er weiß, welche Preise realistisch sind und wird mit Blick auf die erhoffte Courtage, die sich anteilig aus dem erzielten Verkaufspreis berechnet, auch aus eigenem Interesse dafür sorgen, dass Sie Ihr Objekt zu einem möglichst hohen Preis losschlagen können. Des Weiteren stehen ihm mehr Möglichkeiten zur Verfügung, Ihre Immobilie Kaufinteressenten vorzustellen. Zwar haben durch das Internet mittlerweile auch Privatpersonen bessere Möglichkeiten, ihre Immobilie einem großen Interessentenkreis vorzustellen. Doch der Makler hat nicht nur mehr Erfahrung bei der Erstellung von Exposés. Er verfügt auch über einen großen Pool von Kontakten zu Kunden, die auf der Suche nach einer Eigentumswohnung oder einem Haus sind, kennt deren Anforderungen und kann ihnen dadurch zielgerichtet Kaufangebote vermitteln. Durch seine Kontakte zu Bankhäusern in Ihrer Stadt, kann er Ihr Angebot oft auch in den entsprechenden Filialen aushängen lassen, was Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Vermittlung weiter erhöht. Ebenso ein Plus für die Wahl des Maklers ist es, dass sich solvente Kunden oft direkt an einen Makler wenden, um eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu erwerben, da ihnen das Berufsleben häufig nicht die Zeit lässt, den Suchprozess nach der geeigneten Immobilie selbst in die Hand zu nehmen.

Dennoch kann man den Verkauf einer Immobilie mit genügend Zeit und Ausdauer selbst in die Hand nehmen. Ob man damit am Ende einen größeren Gewinn erzielt, steht auf einem anderen Blatt.

Sollten Sie sich dafür entscheiden, mehrere Makler parallel zu beauftragen, ist Vorsicht geboten. Wird Ihnen ein Kunde von verschiedenen Seiten angeboten, dann müssen Sie im Verkaufsfall nachweisen, auf welches Angebot hin Sie Kontakt zum Käufer aufgenommen haben. Andernfalls müssen Sie sämtliche Makler auszahlen, die Ihnen den Kaufinteressenten vorgeschlagen haben.

Überprüfung möglicher Grundschulden

Im nächsten Schritt sollten Sie klären, ob Ihre Immobilie noch mit einer Grundschuld belastet ist. Denn den höchsten Preis können Sie mit schuldenfreien Immobilien erzielen – sofern Sie eine mit Grundschuld belastete Immobilie überhaupt erfolgreich verkaufen können.

Zwei Arten der Grundschuld werden unterschieden: Bei der Briefgrundschuld müssen Sie sich vom Gläubiger, im Regelfall der Bank, den Grundschuldbrief aushändigen lassen. Bei der Buchgrundschuld muss das jeweilige Kreditinstitut eine Löschungsbewilligung erteilen, die notariell beurkundet sein muss. In beiden Fällen müssen normalerweise mit der Grundschuld versicherte Darlehen zurückgezahlt werden. Bei einer außerordentlichen Kündigung des Darlehensvertrags wird dann im Regelfall eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank fällig.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, Grundschulden an andere abzutreten oder auf andere Objekte umschreiben zu lassen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. [[Link to Text 5]]

Sobald Fragen zu Grundschuld bzw. Hypotheken ausgeräumt sind, können Sie sich daran machen, die Unterlagen für den Verkauf zusammenzustellen.

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Lydia Ishikawa Immobilien GmbH

Senior Immobilienmakler,

Lydia Ishikawa immobilien,

Frankfurt

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