Hausverkauf: Grundbuch, Baupläne und Energieausweis

Kleiner Leitfaden zum Hausverkauf

Teil 3

Bevor Sie die ersten Kaufinteressenten zur Besichtigung einladen, sollten Sie bereits sämtliche Unterlagen Ihrer Immobilie zusammengestellt haben. Die folgenden Dokumente gehören dazu.

Aktueller Grundbuch- und Katasterauszug

Eines der wichtigsten Dokumente beim Immobilienverkauf ist der Grundbuchauszug. Darin ist nicht nur der Eigentümer des Objekts vermerkt, sondern ebenso eventuelle Hypotheken und Grundschulden, die auf ihm lasten. Weiterhin finden sich hier Eintragungen zu Rechten Dritter, die mit dem Grundstück in Beziehung stehen. Dazu gehören beispielsweise Wegerechte von Nachbarn auf dem zum Haus gehörigen Grundstück, das Recht zu Legung und Betrieb einer Wasserleitung im Erdreich des Hausgartens oder andere nachbarrechtliche Beschränkungen zu den Baumöglichkeiten am Objekt.

Zusätzlich sollte der Verkäufer einen Katasterauszug aus dem Liegenschaftsregister anfordern. Dieses führt sämtliche Flurstücke eines Landes entsprechend ihrer Größe, Lage und Nutzung auf und bildet damit die Grundlage für die Eintragungen im Grundbuch. Der Katasterauszug kann bei dem zuständigen Vermessungsamt beantragt werden. Dieses hat je nach Bundesland verschiedene Bezeichnungen. In Hessen etwa ist das Amt für Bodenmanagement und Geoinformation zuständig.

Grundrisszeichnungen, Baupläne, Nachweise zur Statik des Objekts

Von prinzipiellem Interesse für Käufer sind selbstverständlich die Darstellungen des Grundrisses der Immobilie, aus welchem die genaue Aufteilung der Wohn- und Nutzfläche hervorgeht. Doch nicht nur beim Verkauf von Häusern können auch Bauplänen und Unterlagen zur Statik des Objekts große Bedeutung zukommen, etwa dann, wenn der Käufer bauliche Veränderungen vornehmen will. Allerdings erlöschen spätestens zehn Jahre nach Bauabschluss sämtliche Gewährleistungsrechte, und auch die steuerliche Aufbewahrung der Unterlagen ist nicht mehr nötig. Darum ist es keine Seltenheit, dass diese Dokumente entsorgt werden oder anderweitig verloren gehen. Dann müssen ggf. Architekt und Fachplaner bestellt werden. Im Zweifelsfall sollte mit dem Käufer individuell ausgehandelt werden, wer die Kosten dafür trägt.

Fotoportfolio der Innen- und Außenansichten anlegen

Potenzielle Käufer einer Immobilie werden in der Regel nicht zuallererst die amtlichen Dokumente studieren wollen. Zunächst einmal wollen sie sich einen optischen Eindruck von Wohnung bzw. Haus verschaffen. Stellen Sie also eine reichhaltige Auswahl an Bildmaterial zusammen. Unterschätzen Sie nicht die Wirkung hochwertiger Fotografien. Sie sind das Aushängeschild Ihres Verkaufsobjekts und bestimmen den ersten Eindruck des Käufers. Wenn Sie selbst kein versierter Fotograf sind, sollten Sie sich bei Bekannten oder Profis Hilfe holen. In aller Regel übernehmen auch von Ihnen beauftragte Immobilienmakler die Fotodokumentation des Objekts gern für Sie.

Energieausweis und Heizungsunterlagen

Durch den Energieausweis lässt sich erkennen, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes ist, und er ermöglicht die Erstellung einer Nachweisrechnung über die Heizkosten. Seit 2013 ist die Vorlage des Energieausweises beim Verkauf oder Vermieten einer Immobilie Pflicht. Wenn Sie den Ausweis dem Käufer auch ohne dessen explizite Nachfrage nicht unverzüglich vorlegen, drohen Bußgelder bis zu 15.000€.

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Lydia Ishikawa Immobilien GmbH

Senior Immobilienmakler,

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Frankfurt

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