Immobilienwertermittlung

So bestimmen Sie den Preis beim Hausverkauf

Wer Haus oder Wohnung verkaufen will, der hat viel vorzubereiten. Eine der Fragen, die gleich zu Beginn auftauchen, ist, was das eigene Objekt eigentlich wert ist. Um einen realistischen Preis zu bestimmen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Die Marktlage

Der Immobilienmarkt ist seit Jahren im Aufschwung begriffen. Noch immer sind die Bankzinsen für Kapitalanlagen niedrig, und immer mehr Verbraucher scheuen das mit anderen Investitionen verbundene Risiko. So ist es kaum verwunderlich, dass die Nachfrage nach Haus- und Wohnungseigentum stark zugenommen hat. Wer seine Immobilie verkaufen will, kann daraus seinen Vorteil ziehen.

Die Wertermittlung

Nicht überall kann man seine Immobilie jedoch mit Gewinn verkaufen. Insbesondere in ländlichen Gebieten stagnieren die Preise oder sind sogar rückläufig. Im Gegensatz dazu haben Grundstücke und Immobilien in den meisten deutschen Großstädten und Ballungsräumen eine deutliche Wertsteigerung erfahren.

Um den Wert der eigenen Immobilie bestimmen zu können, kann man diverse Internetportale nutzen und sich einen ersten Überblick verschaffen. Um eine möglichst genaue Vorstellung vom Wert der eigenen Immobilie zu erhalten, muss man darauf achten, Objekte zum Vergleich heranzuziehen, die in wesentlichen Merkmalen dem eigenen Haus bzw. der eigenen Wohnung entsprechen. Dazu gehören Lage, Größe, Ausstattung, Baujahr, Zustand und letzte Sanierung sowie eventuell bestehende Mietverträge. Viele deutsche Großstädte bieten mittlerweile Mietspiegel an, die Karten zur Wohnungsnachfrage in bestimmten Stadtteilen enthalten und die Sie nutzen können, um abzuschätzen, welche Auswirkung die Lage Ihrer Immobilie auf den Verkaufspreis haben wird. Wer eine Reihe von Vergleichsobjekten gefunden hat, sollte aus den Angeboten einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis errechnen und diesen Wert mit der eigenen Wohnfläche multiplizieren. So erhalten Sie einen ersten Richtwert, an dem Sie sich bei der Preisfindung orientieren können.

Hilfe vom Fachmann

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte einen unabhängigen Sachverständigen beauftragen. Dieser hat üblicherweise ein Hochschulstudium als Architekt, Ingenieur oder Betriebswirt absolviert und durch langjährige Berufserfahrung das nötige Fachwissen erworben, um ein Objekt korrekt bewerten zu können. Auch können Käufer so leicht nachvollziehen, wie ein Fachmann die Immobilie beurteilt und dass der von Ihnen verlangte Preis angemessen ist.

Auch der Immobilienmakler kann bei der Preisfindung behilflich sein. Als Verkaufsprofi kennt er den Markt wie kein anderer. Wer ihn in Anspruch nimmt, muss allerdings eine Courtage bei erfolgreichem Verkauf bezahlen. Diese liegt etwa bei 6%, kann allerdings auch anteilig oder vollständig vom Käufer übernommen werden.

Im Allgemeinen gibt es drei Verfahren zur Preisbestimmung einer Immobilie. Das Vergleichsverfahren findet vor allem bei Eigentumswohnungen und Grundstücken Anwendung. Dafür muss es eine möglichst große Anzahl vergleichbarer Objekte geben. Bei ausgefallenen Wohnungen ist es also eher ungeeignet.

Bei größeren Immobilien wird häufig auch das Ertragswertverfahren genutzt, mittels dessen vom jährlichen Ertrag der Immobilie auf ihren Wert geschlossen wird.

Insbesondere bei von den Eigentümern selbst genutzten Häusern kann das Sachwertverfahren Anwendung finden. Hierbei werden die Werte von Gebäude, Außenanlagen und sonstigen Einrichtungen ermittelt und der Wert des Grundstücks später hinzuaddiert.

Das Internet bietet Haus- und Wohnungsverkäufern heutzutage eine gute Möglichkeit, sich selbst eine Preisvorstellung vom eigenen Objekt zu machen. Wer kein Risiko eingehen will, der sollte sich aber besser an Gutachter und Makler halten.

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Lydia Ishikawa Immobilien GmbH

Senior Immobilienmakler,

Lydia Ishikawa immobilien,

Frankfurt

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