Hausverkauf und Grundbuch

Eintragung ins Grundbuch beim Hauskauf - was Sie dabei beachten sollten

Ein Haus lässt sich nicht mit Handschlag verkaufen. Sie müssen jeden Hauskauf im Grundbuch eintragen lassen. Die Eintragung ist nur mit notarieller Beurkundung möglich. 

Der Eigentumswechsel geschieht dadurch, dass der bisherige Eigentümer auszieht und der neue Eigentümer einzieht. Klingt einfach, ist es aber nicht. Das richtige Leben sieht anders aus. Der wichtigste Schritt ist zugleich der erste: Die notarielle Beurkundung.
Ein Grundbuch sichert den Immobilienbestand, d.h. dass es bei Immobilien um gewichtige wirtschaftliche Güter geht. Daher ist es wichtig, die Eigentumsverhältnisse klipp und klar zu regeln und potenzielle Unstimmigkeiten von vornherein auszuschließen.
Außerdem werden Immobilien über Generationen vererbt. Nach einigen Jahren würde vielleicht niemand mehr wissen, wie die Eigentumsrechte ursprünglich einmal waren, und Erben und Nachbarn würden sich endlos untereinander streiten. Aus diesem Grunde werden bei den Amtsgerichten die Grundbücher geführt. Deren Inhalte basieren auf den amtlichen Katasterplänen, nach denen Grundstücke genau eingemessen, registriert und zugeordnet werden.

Kein Hauskauf ohne Notar! Sind Sie nun beim Hauskauf Partei eines Kaufvertrages, müssen Sie den Kaufvertrag zunächst notariell beurkunden. Sie selbst können beim Grundbuchamt keinerlei Anträge stellen. Nur Notare sind antragsberechtigt. Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, möchte der Käufer Eigentümer werden. Der Eigentumswechsel erfordert die Eigentumsumschreibung im Grundbuch. Dazu vereinbaren Sie zunächst mit dem Käufer die Eintragung einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Nachdem das Grundbuch lastenfrei gestellt wurde, erfolgt die eigentliche Auflassung, mit der die Eigentumsumschreibung auf den Käufer erfolgt.

Die Eintragung des Eigentümerwechsels bedingt eine Lastenfreistellung. Das bedeutet: Eine Voraussetzung für die Eintragung der Auflassung im Grundbuch besteht darin, dass das Grundbuch lastenfrei gestellt wird. Es müssen also alle zu Ihren Lasten eingetragenen Grundschulden, Hypotheken, Versteigerungsvermerke und ähnliche Belastungen gelöscht werden. Nur dann kann der Käufer lastenfreies Eigentum erwerben.

Die Eintragung der Eigentumsumschreibung (Auflassung) im Grundbuch erfolgt dann, wenn der Käufer Zug um Zug gegen Lastenfreistellung des Grundstücks den Kaufpreis an Sie bezahlt hat.

Sofern der Käufer den Hauskauf selbst finanzieren muss, bewilligen Sie als Verkäufer im Notarvertrag eine Belastungsvollmacht zugunsten des Käufers, mit der Sie ihn dazu ermächtigen, das noch Ihnen gehörende Grundstück der Bank, die den Kaufpreis finanziert, als Sicherheit anzudienen.

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Lydia Ishikawa Immobilien GmbH

Senior Immobilienmakler,

Lydia Ishikawa immobilien,

Frankfurt

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