Mietspiegel Frankfurt

Der Mietspiegel für Frankfurt für 2014

Längst nicht alle deutschen Städte und Gemeinden besitzen einen von der zuständigen Kommunalverwaltung erstellten Mietspiegel. Insbesondere die deutschen Großstädte, in denen Wohnraum seit Jahren teurer wird, haben jedoch damit begonnen, Daten zu den Mietpreisen zu sammeln und daraus einen Mietspiegel zu erstellen, der für Mieter und Vermieter als Grundlage zur Bestimmung einer ortsüblichen Vergleichsmiete dienen kann.

Rechtliche Vorgaben zum Frankfurter Mietspiegel

Die Beschaffenheit eines solchen „qualifizierten Mietspiegels“ ist in §558d BGB geregelt. Sollte demnächst ein Bundesgesetz zur Kappung der Mietobergrenzen auf den Weg gebracht und in den jeweiligen Bundesländern auch faktisch eingeführt werden, dann käme dem Mietspiegel eine ungleich gewichtigere Aufgabe zu. Er würde dann als Berechnungsgrundlage für die Obergrenze des Mietbetrags dienen, der bei der Neuvermietung einer Immobilie angesetzt werden darf.

Der qualifizierte Mietspiegel für Frankfurt wurde in den vergangenen Jahren zweijährlich neu festgestellt. Der aktuelle Mietspiegel für Frankfurt ist mit dem 01.06.2012 für zwei Jahre in Kraft getreten und gilt demnach bis 31.05.2014. Er dient Vermietern zur Begründung von Mieterhöhungen und Mietern als Referenz zum Vergleich ortsüblicher Mieten. Der Vermieter muss Forderungen nach Erhöhung der Miete gemäß § 126b BGB dem Mieter gegenüber schriftlich erklären und unter Verweis auf den qualifizierten Mietspiegel begründen. Auch wenn die Mieterhöhung aus einem anderen Grund als der Angleichung an die ortsübliche Vergleichsmiete erfolgt, muss der Vermieter den Mieter dennoch auf die für die jeweilige Wohnung relevanten Stellen im Mietspiegel hinweisen.

Die ortsübliche Vergleichsmiete wird aus den Entgelten für den Wohnraum einer Kommune ermittelt, der in Art, Größe, Lage, Beschaffenheit und Ausstattung vergleichbar ist und für den Mietverträge in den vier Jahren vor Erstellung des Mietspiegels abgeschlossen worden sind. Um also anhand des Mietspiegels die ortsübliche Vergleichsmiete bestimmen zu können, müssen einige Dinge berücksichtigt werden.

Den Mietspiegel richtig lesen

Der Frankfurter Mietspiegel schlüsselt zunächst die Betriebskosten einer Immobilie gemäß der Betriebskostenverordnung auf und gibt Mittelwerte für die einzelnen Posten pro Quadratmeter an, wobei die tatsächlichen Kosten aufgrund des individuellen Verbrauchs und der energetischen Qualität einer Wohnung teils erheblich vom Durchschnittswert abweichen können.

In der Tabelle 2 werden dann die durchschnittlichen Quadratmeterkosten für Wohnraum in Frankfurt aufgelistet. Maßgeblich sind hierbei die Größe des Wohnraums (großflächiger Wohnraum weist geringere Kosten pro Quadratmeter auf) und das Baujahr des Objekts. Generell sind Neubauten ab den späten 1980er Jahren bis heute am teuersten, während der Quadratmeterpreis für Bauten aus der Mitte des 20. Jahrhunderts am niedrigsten ist.
Der Mietspiegel weist außerdem fünf verschiedene Wohnlagen in Frankfurt aus, die auf die Vergleichsmiete einen hohen Einfluss haben. So kann für eine Wohnung in bester Innenstadtlage durchschnittlich 2€ pro Quadratmeter mehr verlangt werden, als für Objekte in einfacher Wohnlage.

Auch andere Faktoren wie der Wohnungstyp, die Grundrissgestaltung, die Ausstattung von Bad und Sanitäranlagen, Heizung, Warmwasserversorgung und Zustand der elektrischen Leitungen sowie Balkone, Terrassen, Beschaffenheit von Böden und Fenstern sowie eventuell fehlende TV-Anschlüsse haben in Form von Zu- bzw. Abschlägen Einfluss auf den Mietpreis.

Detailliertere Angaben mit Beispielrechnungen und Tabellen werden im Internet durch das Amt für Wohnungswesen der Stadt Frankfurt bereitgestellt.

http://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/mietspiegel_2012_onlineversion.pdf

Lydia Ishikawa Immobilien GmbH

Senior Immobilienmakler,

Lydia Ishikawa immobilien,

Frankfurt

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