Der Energiepass

Alles rund um den Energieausweis

Warum der Energieausweis bei Erwerb und Verkauf einer privaten Immobilie wichtig ist, und wo es diesen "Pass" gibt.

Hauseigentümer, die ihre Immobilie verkaufen, vermieten, verpachten oder verleasen möchten, müssen potenziellen Interessenten einen gültigen Energieausweis vorlegen können. Diese Pflicht besteht seit dem Jahr 2013 und ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009 §16 Abs. 2) verbindlich geregelt. Im Allgemeinen reicht es aus, den Energiepass innerhalb von 14 Tagen vorzulegen,  nachdem ein Interessent dies verlangt hat. Meist genügt es, den Energiepass erst im konkreten "Verkaufs-/Vermietungsfall" und nicht schon "auf Vorrat" ausstellen zu lassen.

Der Energiepass ist deshalb von großer Bedeutung, weil der Kauf- oder Mietinteressent darin auf einen Blick sämtliche bestehenden und zukünftigen Energiekosten erfassen kann. Historische Fachwerkhäuser, wie sie auch in Frankfurt vorzufinden sind, oder ganz allgemein ältere Bauten erfordern beim Eigentümerwechsel immer einen Energieausweis. Dabei gibt es zwei Varianten des Energieausweises. Die erste Variante bezieht sich auf die energetisch relevanten Bestandteile des Gebäudes (Heizung, Fenster und Dämmung sowie Baupläne). Zudem informieren Vergleichswerte über den Zustand der Immobilie, außerdem werden mögliche Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen.
Die zweite Variante ist der Verbrauchsausweis. Dazu werden die Heizkostenabrechnungen der vorangegangenen drei Jahre herangezogen. Eine Farbskala im Energiepass zeigt von Rot bis Grün die Energieeffizienz des Hauses an – je grüner, desto besser.

Um einen Energieausweis zu beantragen, können Sie sich an einen zugelassenen Fachmann in Ihrer Umgebung wenden. Dafür bietet beispielsweise die dena (Deutsche Energie-Agentur) eine Datenbank im Internet an. Ein ortsansässiger Fachmann kann Ihnen auch aus Auskunft darüber geben, ob Ihre Immobilie möglicherweise von der Ausweispflicht befreit ist.

Der Eigentümer ist nicht verpflichtet, dem Interessenten oder Käufer ein Original des Energieausweises auszuhändigen. Es reicht aus, den Pass vorzuweisen (zu zeigen) bzw. eine Kopie zu übergeben. Formal ist es also völlig ausreichend, pro Gebäude nur einen Energiepass im Original ausstellen zu lassen.
Eine Ausnahme davon gilt nur bei gemischt genutzten Gebäuden wie z.B. kombinierten Wohn- und Geschäftshäusern. Hier müssen unter bestimmten Bedingungen separate Energieausweise für die Wohn- und Gewerbeanteile ausgestellt werden.

Die Kosten für den Energiepass betragen zwischen 25 EUR und 45 EUR. Je nachdem, welchen Pass Sie benötigen und wie umfangreich die Beratung ausfallen soll, kann der Preis auch höher liegen. Inzwischen gibt es auch Möglichkeiten, den Energiepass online zu erwerben.

Lydia Ishikawa Immobilien GmbH

Senior Immobilienmakler,

Lydia Ishikawa immobilien,

Frankfurt

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